Evangelischer Posaunenchor Groß-Umstadt

Kirche statt Bleiche PDF Drucken E-Mail
  
Freitag, 02. September 2011 um 16:39

Zum vierten Mal lud der evangelische Posaunenchor zu seiner Abendmusik ein, die in der gut besuchten Kirche am Marktplatz stattfand. Auf dem rund einstündigen Programm des Bläserchors unter der Leitung von Philipp Däschner standen Klassik, Märsche, Volkslieder und moderne Musik. / Bild und Text: DorschelOdenwälder Bote - 2. September 2011 

Posaunenchor verlegt Konzert wegen Schlechtwetters

(dor) Zum vierten Mal hatte der evangelische Posaunenchor zu seiner Abendmusik auf der Bleiche geladen und zum zweiten Mal schon musste die Veranstaltung wegen der ungünstigen Wetterverhältnisse in die Stadtkirche am Marktplatz verlegt werden. Knapp 100 Gäste hatten den Weg dorthin gefunden, um dem Programm mit Klassik, Märschen, Volksliedern und moderner Musik zu lauschen, das die 26 Bläser mit ihrem Dirigenten Philipp Däschner für diesen Abend eingeübt hatten.

Nach einer Prélude zeigte gleich das gesamte Ensemble bei der Jungbläser-Intrade imposant, wie gut das Zusammenspiel im akustisch hervorragend geeigneten Kirchenraum gelingt. Vier Jugendliche werden derzeit ausgebildet. Philipp Däschner mache das seit Jahren ganz hervorragend, lobte Pfarrer Arno Kreh, der mit kurzen, wohl gewählten Zwischentexten zum Nachdenken und Innehalten anregte und dem Publikum viele gute Wünsche mit auf den Weg gab.

1000 Lichter wären erstrahlt, "wenn wir jetzt an der Bleiche wären" wie eigentlich vorgesehen, so Moderator Kreh, doch die Konfirmanden hatten dafür gesorgt, dass auch die evangelische Stadtkirche in anderem Licht und Glanz erstrahlte. Wesentlichen Anteil hatten diese dann auch durch ihren riesigen Applaus, dass mitten im Programm schon ein Lied wiederholt wurde. Das auf unerwartet großes Echo stoßende "Lummerland-Lied" stelle ein "musikalisches Highlight unserer Zeit" dar, bemerkte dazu Arno Kreh.

Viele bekannte Melodien folgten und stießen bei den Zuhörern auf viel Gefallen, die auch selbst wieder aktiv werden durften und bei "Wir sind durch Deutschland gefahren", Im Frühtau zu Berge" und "Jetzt kommen die lustigen Tage" kräftig mit sangen.

Schlagzeuger Walter Noll begleitete exakt und mit viel Rhythmus, vor allem mit gut passenden Wirbeln bei dem Wanderlieder-Potpourri und auch beim sehr schön stimmungsvoll und getragenen "Highland Cathedral". Gänsehaut erzeugte das gefühlvoll gespielte "What a wonderful world", 1968 für Louis Armstrong geschrieben, das, die Schönheit der Welt beschreibend, gezielt gegen das schlechter werdende politische Klima in den USA während des Vietnam-Krieges eingesetzt worden war, wie Kreh wissen ließ. Eines von vielen schönen Abendliedern, bearbeitet für Posaunenchor, "Abend wird es wieder", beschloss auf ruhige Weise den abwechslungsreichen und kurzweiligen Konzertabend. Und bei der vom Publikum geforderten Zugabe schließlich ließ Däschner, der den Posaunenchor seit 1989 leitet, noch einmal alle Mitwirkenden zum Einsatz kommen.