Evangelischer Posaunenchor Groß-Umstadt

Ein musikalischer Adventsgottesdienst PDF Drucken E-Mail
  
Freitag, 19. Dezember 2008 um 18:00

Unter der bewährten Leitung seines Dirigenten Philipp Däschner hatte der evangelische Posaunenchor ein abwechslungsreiches Programm mit alter und neuer Weihnachtsmusik unter dem Motto „Singt von Hoffnung für die Welt“ vorbereitet. / Bild und Text: DorschelOdenwälder Bote - 19. Dezember 2008 

(dor) Der vom Evangelischen Posaunenchor gestaltete musikalische Adventsgottesdienst gehört zweifelsohne zu den Höhepunkten im vorweihnachtlichen Programm. So lockte auch in diesem Jahr das viel versprechende Ereignis am dritten Adventssonntag mehr als 350 Besucher in die Stadtkirche am festlich illuminierten Marktplatz.

Konzentriert und routiniert bestritt das mehr als 30 Mitglieder starke Blechbläserensemble den Hauptteil des festlichen Konzerts, das mit Lesungen verschiedener Texte durch Pfarrer Frank Briesemeister bereichert wurde. Im Wechsel präsentierten sich Frauen und Männerchor des Männergesangvereins 1842 unter der neuen Leitung von Vera Fischer. Von den beiden gemeinsam gesungenen Liedern „Gott hat mir längst einen Engel gesandt“ und „Weihnacht muss leise sein“ geriet eines schöner als das andere. Mit herzlichem Applaus wurde die neue Dirigentin vom Publikum aufgenommen, die ungewohnt temperamentvoll und äußerst gestenreich ihre Chöre führte.

Die immer wieder bestens geeigneten akustischen Verhältnisse im weiten Kirchenraum ausnutzend, hatte der Posaunenchor mit seinem bewährten Leiter Philipp Däschner ein abwechslungsreiches Programm alter und neuer Weihnachtsmusik unter dem Motto „Singt von Hoffnung für die Welt“ vorbereitet. Auch das begeisterte Publikum war zum Mitsingen aufgefordert. Erhaben über jeden Zweifel sind die musikalischen Qualitäten der Bläsergruppe, die mit Däschner eine kompetente Führungspersönlichkeit am Dirigentenpult stehen hat.

Der Oberstufenchor der Max-Planck-Schule hingegen benötigt sicherlich noch mehr Gelegenheit zu vielen weiteren Auftritten, um zu einer solchen Präsenz zu gelangen. Gerade junge Leute, sollte man meinen, verfügten doch eigentlich über mehr Esprit als gezeigt.

Warten können lautet die Devise im Advent, wie es Pfarrer Frank Briesemeister in nachdenklich stimmenden Texten formulierte. Je näher das Fest rücke, desto feierlicher, besinnlicher, ruhiger und festlicher solle es werden, erinnerte er an den eigentlichen Sinn der Adventszeit. „Licht braucht Dunkelheit“ - übertrieben leuchtende, blinkende Weihnachtsbeleuchtung stelle dagegen die christliche Lichtsymbolik eher auf den Kopf. Angesichts des Klimawandels und steigender Strompreise sei diese heutige Flut von elektrischen Lichtern ein krasses Zuviel, eine Folge davon, dass der Advent in seiner ursprünglichen Bedeutung abgeschafft worden sei. Warten wolle heute niemand mehr, „das ist unzeitgemäß, alles muss just in time sein“. Auch durch geschickte Vermarktung müsse Weihnachten als Event professionell abgefeiert werden, um gleich anschließend wieder out zu sein. „Nur wer etwas wirklich erwartet hat, kann es dann auch richtig genießen“, beschrieb Briesemeister den Advent als Zeit der Hoffnung, des Wartens und der Vorfreude.

Aktualisiert (Sonntag, 21. Dezember 2008 um 21:31)
 
Kommentare (1)
Zeitungsbericht vom 19.12.08
1 Freitag, 02. Januar 2009 um 23:22
S. Bock
Zunächst ist der ausführlichen und überaus freundlichen Berichterstattung über den musikalischen Adventsgottesdienst, ganz besonders aus der Sicht unseres Posaunenchores, zu danken. Es ist schön, wenn das Ergebnis einer langen und intensiven Vorbereitung dann auch positiv in einem lokalen Zeitungsartikel zum Ausdruck kommt und für "Nichtbesucher" nachgelesen werden kann.

Als sehr unglücklich empfinde ich aber die kurze Passage über den Oberstufenchor des Max-Planck-Gymnasiums. An negativen Attributen wurde keineswegs gespart. Es muss wohl jedem Leser klar sein, dass eine Gruppe von wenigen jugendlichen Stimmen nicht das Klangvolumen von 30 Blechbläserinnen und Blechbläser erreichen kann.

Dennoch haben sich die Schüler sicherlich genauso intensiv vorbereitet und waren genauso angespannt wie wir Bläser. Vielleicht sogar noch mehr! Der 2-Zeiler über den Oberstufenchor trifft daher meines Erachtens nicht das in der Kirche Dargebotene und Gehörte. Im Gegenteil, die jugendlichen Sänger wurden damit öffentlich bloßgestellt.

Dadurch wird jugendliches Engagement - gerade im musikalischen Bereich - nicht gefördert.

Das ist aber unter anderem das Ziel unseres Posaunenchores! Wir freuen uns, wenn uns der Oberstufenchor aus Groß-Umstadt bei der Durchführung des muslikalischen Gottesdienstes gesanglich unterstützt. Und das auch vielleicht wieder im Jahr 2009. Im Übrigen: Wir sind alle nur musikalische Laien!

Sofern Sie in dem musikalischen Gottesdienst waren: Wie ist Ihre Meinung?